Offener Schreibtisch mit Notizbuch, Ganesha-Figur, Teetasse, Büchern und Blick auf Meer und Küste.

Warum ich tue, was ich tue

Ich bin Markus.

Markus Kühn, Gründer von Breathe-Wise, sitzend in den Dünen von Tocha (Portugal)

Als neugieriger, freiheitsliebender und lebensdurstiger Mensch zieht es mich oft hinaus in die Welt. Reisen, Begegnungen, das Meer, Freiheit und Abenteuer haben mich geprägt. Gleichzeitig gibt es aber auch eine andere Seite in mir: die Sehnsucht nach Verbundenheit, nach Familie, nach einem Ort, an dem ich auch wieder ankommen kann.

Viele Jahre meines Lebens war ich auf der Suche. Und sicherlich bin ich es auch noch heute.

Nicht unbedingt nach einer Methode oder einem Beruf. Eher nach Antworten und Erfahrungen auf Fragen, die mich schon recht früh herausgefordert haben.

Warum fühlen wir uns manchmal lebendig, frei und verbunden – und ein anderes Mal angespannt, erschöpft oder verloren?

Warum verstehen wir manche Dinge mit dem Kopf und schaffen es trotzdem nicht, sie wirklich zu verändern? Und warum fällt es uns oft so schwer, einfach wir selbst zu sein?

Diese Fragen haben mich durch verschiedene Lebensphasen begleitet.

Mann in entspannter Haltung am Meer vor weiter Küstenlandschaft – Symbol für Freiheit, Weite und bewusste Atmung.
„Am Meer erinnert mich der Horizont daran, dass hinter dem Bekannten
immer noch etwas Neues auf uns wartet.“

Im Laufe meines Lebens durfte ich viele Erfahrungen sammeln – schöne und schmerzhafte. Ich kenne Verantwortung. Ich kenne Leistungsdruck. Ich kenne Verlust und Tod. Ich kenne Zeiten, in denen das Leben von außen betrachtet funktioniert hat, während im Inneren vieles aus dem Gleichgewicht geraten war.

Rückblickend waren viele der Wege, die ich eingeschlagen habe, auch eine Suche nach mir selbst, nach der Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“ und nach einem tieferen Verständnis für das Menschsein.

Für mich wurde das Leben immer wieder zu einem Selbstlabor – einer Bühne für Selbsterfahrung, persönliches Wachstum und Bewusstsein.

Ich begann mich schon früh mit den Prinzipien von Ursache und Wirkung, Energiearbeit, Meditation, Yoga, verschiedenen Formen der Körperarbeit, Atmung, Nervensystemregulation und persönlichen Entwicklungsprozessen zu beschäftigen. Nicht nur aus reinem Selbstinteresse, sondern weil ich verstehen wollte, was Menschen hilft, wieder mehr in Verbindung zu sich selbst zu finden.

Mit der Zeit wurde mir klar, dass nachhaltige Veränderung selten (nur) im Kopf stattfindet. Wir können vieles verstehen und trotzdem immer wieder in dieselben „alten“ Muster zurückfallen.

Häufig reagiert unser Körper schneller als unser bewusster Verstand. Unser Körper erinnert sich. Unser Geist vergisst. Unser Nervensystem reagiert. Und unsere Atmung erzählt oft eine Geschichte, lange bevor wir sie in Worte fassen können.


Ganzheitlich. Körper, Geist und Nervensystem

Deshalb interessiert mich bis heute die Wechselwirkung von Körper, Geist und Nervensystem.

Viele Jahre habe ich mich mit der Frage beschäftigt, warum Menschen trotz Wissen, Therapie, Seminaren oder guter Vorsätze immer wieder in dieselben Muster, Spannungszustände oder Belastungsfelder zurückfallen.

Auf meinem eigenen Weg habe ich zahlreiche unterschiedliche Ansätze ausprobiert und kennengelernt – von Yoga und Meditation über Körperarbeit bis hin zu diversen Atemtrainings wie der Buteyko-Methode, klassischen Pranayama-Techniken und Elementen des modernen Breathwork-Segments. Immer wieder drehte ich mich dabei um die Frage, wie unser Körper auf all das reagiert. Es war daher naheliegend, mich auch mit nervensystemorientierten Modellen wie der Polyvagal-Theorie sowie den Grundprinzipien des autonomen Nervensystems zu beschäftigen. Auch Aspekte aus Psychologie, Hirnforschung und Verhaltensbiologie begleiten meine Suche bis heute.

Dabei wurde mir immer deutlicher: Die einzelnen Methoden unterscheiden sich zwar in ihrer Sprache, weisen aber häufig auf ähnliche Zusammenhänge hin. Wie entsteht ein Gefühl von Sicherheit im eigenen Körper? Wie können sich körperlich spürbare Anspannung und innere Unruhe regulieren? Wie kommen wir wieder mehr in Kontakt mit uns selbst? Und wie können Atem, Körperwahrnehmung und Alltag dazu beitragen, Signale von Ruhe und Sicherheit zu stärken?


Begleitung statt Belehrung

Ich sehe mich nicht als Lehrer, als Coach oder als Trainer, der Antworten liefert. Auch nicht als jemand, der andere Menschen reparieren möchte. Vielmehr verstehe ich mich als Begleiter. Vielleicht als Lebensbegleiter für einen kurzen Abschnitt deines Weges. Als jemand, der inspiriert. Als jemand, der einen Raum öffnet.

Einen Raum, in dem Menschen wieder beginnen können, sich selbst wahrzunehmen. Einen Raum, in dem Atmung, Körper und Bewusstsein zusammenkommen dürfen. Und vielleicht einen Raum, in dem etwas entsteht, das im Alltag oft verloren geht:
Das Gefühl, gesehen zu werden.


Immer ein bisschen mehr

Wenn Menschen nach einer Begegnung mit mir ein bisschen ruhiger, klarer, verbundener oder einfach ein kleines Stück mehr bei sich selbst sind als zuvor, dann habe ich das Gefühl, dass meine Arbeit Sinn macht.

Heute verbinde ich meine Erfahrungen aus vielen Jahren persönlicher Entwicklung, Yoga, Atemarbeit und Nervensystemverständnis in Breathe-Wise. Nicht mit dem Anspruch, den einen richtigen Weg zu kennen. Sondern mit der Überzeugung, dass jeder Mensch bereits vieles in sich trägt, was er für seinen Weg braucht.

Manchmal braucht es lediglich einen geschützten Raum, einen bewussten Atemzug und eine aufmerksame Begleitung, um wieder Zugang zu sich zu finden…


Küstenstraße mit weitem Blick über Meer und Landschaft als Symbol für den eigenen Weg.
„Der Weg muss nicht vollständig sichtbar sein, damit wir ihm vertrauen können.“